Die Diskussion um die Zukunft der Randzeitenbetreuung an den Rheiner OGS-Standorten beschäftigt viele Familien – und das zurecht. Die angekündigten Veränderungen bei Früh- und Spätbetreuung haben in den vergangenen Wochen für große Unsicherheit bei Eltern gesorgt.
Die Stadtschulpflegschaft war beim Schulausschuss vor Ort und verfolgt die Entwicklungen aufmerksam. Für uns ist klar: Entscheidungen, die den Alltag von Familien, Kindern und Schulen beeinflussen, dürfen nicht hinter verschlossenen Türen getroffen werden – eine transparente Entscheidungsfindung ist hier besonders wichtig und sollte immer zugunsten der Familien erfolgen.
Wirtschaftliche Aspekte spielen selbstverständlich eine Rolle – sie dürfen aber nicht der einzige Maßstab sein. Familien brauchen verlässliche Betreuungsstrukturen, die sich an der Lebensrealität berufstätiger Eltern orientieren und den Bedürfnissen der Kinder gerecht werden.
Positiv nehmen wir zur Kenntnis, dass laut Herrn Gausmann die Bedarfsabfrage noch vor den Sommerferien angestoßen werden soll. Diese soll stichprobenartig überprüft und eng durch den Jugendhilfeausschuss und den Schulausschuss begleitet werden. Befragt werden sollen Eltern der letzten zwei Kita-Jahrgänge sowie Familien mit Kindern in den ersten drei Grundschuljahren.
Wir erwarten, dass diese Bedarfsermittlung transparent, nachvollziehbar und ernsthaft durchgeführt wird – und nicht nur als formaler Schritt verstanden wird. Die Ergebnisse müssen die tatsächlichen Bedarfe der Familien widerspiegeln.
Als Stadtschulpflegschaft werden wir diesen Prozess weiterhin eng begleiten, kritisch hinterfragen und uns konsequent für die Interessen der Eltern und Kinder einsetzen. Unser Ziel bleibt eine Lösung, die tragfähig, familienfreundlich und fair ist.
Wir hoffen, dass die kommenden Entscheidungen im Sinne der Familien getroffen werden – wir werden uns weiterhin mit Nachdruck dafür stark machen.
Hier findet ihr noch den Link zum Beitrag in der MV http://mv-online.de/articles/391066